Kernenergie – Teufelszeug oder valable Option im Dienste der sicheren Stromversorgung und des Klimaschutzes?

Der 2011 getroffene Entscheid des Bundesrats zum Ausstieg aus der Kernenergie als faktische Replik auf die Ereignisse in Fukushima erfolgte nicht etwa aufgrund einer differenzierenden und tiefgreifenden Abklärung und Neu-Einschätzung der Sicherheitslage schweizerischer Kernkraftwerke und der Zukunftsaussichten der entsprechenden Technologie, sondern schlicht und rein emotional im Gefolge der Dramaturgie von Presseberichten und mit Blick auf ein ähnlich motiviertes Ausstiegs-Szenario der Regierung Merkel. Die japanische Reaktorkatastrophe war indessen nicht etwa auf ein Versagen der Technologie per se, sondern vielmehr auf eine Fehleinschätzung des Schutzbedarfs der entsprechenden Anlagen gegen Flutwellen (10 statt 14 Meter) und auf einen Verzicht auf gewisse Notfall-Installationen zurückzuführen, welche damals schon zum schweizerischen Standard zählten. Dabei passt ins Vexierbild, dass in der Schweiz Strahlenschutzwerte gelten, die das Niveau der hierzulande vorherrschenden natürlichen Strahlung völlig ignorieren und die den Bundesrat veranlassen müssten, den grössten Teil des Landes sofort und gestützt auf Notrecht zu evakuieren.

Noch viel paradoxer ist jedoch, dass die Schweiz einen Verzicht auf eine weitgehend CO2-neutrale Energieform aufgrund eines virtuellen Strahlenrisikos leistet, während umgekehrt eine ungleich grössere und reale Strahlenbelastung der Bevölkerung stillschweigend in Kauf genommen wird, die Jahr für Jahr zu Gesundheitskosten in Milliardenhöhe führt und ein Todesfall-Risiko beinhaltet, welches selbst jenes der aktuellen Corona-Pandemie in den Schatten stellen dürfte. Eine pragmatische Betrachtungsweise müsste somit dazu führen, Kernkraftwerke der jüngsten Generation und des aktuellen Sicherheitsstandards wieder in die Überlegungen zum künftigen Energie-Mix einzubeziehen – unter der Voraussetzung natürlich, dass sie im Abgleich mit anderen CO2-neutralen oder CO2-kompensierten Energieformen wirtschaftlich mitzuhalten vermögen.

Am 11. März 2011 ereignete sich nach einem starken Erdbeben mit anschliessendem Tsunami die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Effektive Gründe dafür bildeten die beiden Tatsachen, dass die Gefahren einer Flutwelle – jene des besagten Tsunamis hatte die Höhe von 14 Metern, wogegen die Kernkraftwerke lediglich auf eine solche von weniger als 10 Metern ausgelegt waren – stark unterschätzt wurden und dass nicht alle Reaktorblöcke über die erforderlichen Sicherheits-Systeme verfügten, wie sie damals schon dem schweizerischen und deutschen Standard entsprachen.

Als eine Art präpotenter Reaktion auf die Katastrophe beschloss der Bundesrat 75 Tage nach dem Ereignis den Ausstieg der Schweiz aus der Kernenergie. Dies aufgrund des im Anschluss an die Fukushima-Havarie losbrandenden Medien-Tsunamis und der Botschaft aus dem Norden, wonach die Regierung Merkel beschlossen hatte, künftig auf Strom aus KK-Anlagen verzichten zu wollen. Diese beiden reichlich dürftigen Faktoren reichten offenbar aus, um die Landesregierung einen grundlegenden Sinneswandel von grösster Relevanz vollziehen zu lassen.

Und dies, obwohl damals die CO2-Thematik schon intensiv diskutiert wurde und die Kernkraft als valable Option galt, die Belastung der Atmosphäre mit stets grösseren Mengen an Kohlenstoffdioxid zu drosseln. Zumindest hätte die damals schon intensiv diskutierte Frage, wie weit die Kernkraft der Forderung nach einer Förderung der Produktion und Nutzung von klimaneutraler Energie auf der Basis einer pragmatischen Risikoabwägung entgegenkommt, in die Überlegungen zu deren künftigem Stellenwert einbezogen werden müssen.

Somit könnte es durchaus hilfreich sein, sich einmal ganz grundsätzlich und vertieft mit der Frage der Strahlungsbelastung auseinanderzusetzen, die ja bei der Beurteilung der Sicherheit eines Kernkraftwerks stets eine zentrale Rolle spielt. Bei radioaktiven Strahlen wird diese Belastung in Sievert (Sv) gemessen, wobei zu unterscheiden ist zwischen einer ad hoc-Belastung und einer solchen, die sich über mehrere Jahre oder über die ganze Lebenszeit hinzieht und sich entsprechend aufsummiert.

Aufgrund der Untersuchungen im Nachgang zu den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki gilt eine kurzzeitige Belastung von 5 Sv als tödlich. Ab etwa 0,1 Sv kann es zu ersten Langzeit-Effekten kommen, die im konkreten Fall mit einer um 1 Prozent höheren Krebs-Todesrate im Alter ausgewiesen werden. Verteilt sich nun die Belastung auf eine längere Zeitachse, so sind die Wirkungen deutlich geringer. Deshalb beziehen sich die Grenzwerte in der Regel auf die Lebensdosis.

Da nun die hierzulande zuständige Strahlenschutzbehörde dezidiert die Meinung vertritt, dass auch kleinste Belastungen als gesundheitsschädlich zu betrachten seien, hat sie die gesetzliche Limite auf 0,001 Sv pro Jahr festgesetzt. Bei einer auf 80 Jahre veranschlagten Lebensdauer sind dies 0,08 Sv Lebensdosis. Erheblich toleranter erscheinen die entsprechenden Limiten der World Health Organization WHO, die nach der Katastrophe von Tschernobyl eine Lebensdosis von 0,35 Sv als sogenannte „Evakuationslimite“ definierte.

Indessen ist weder die eine noch die andere dieser Limiten praxisgerecht. So beläuft sich die durchschnittliche Lebensdosis im schweizerischen Mittelland auf 0,3 Sv und im Alpenraum auf ca. 0,4 Sv, mit Spitzenwerten in besonders uranreichen Regionen bis zu 1 Sv. Was nun nichts anderes bedeutet, als dass der Bundesrat die grösten Teile der Schweiz dringend und per Notrecht evakuieren müsste, wenn er die eigene Gesetzgebung nicht dauernd flagrant verletzen will.

Und weiter zur Kernfrage: Welche gesundheitlichen Gefahren sollen mit einem möglichst geringen Sv-Grenzwert gebannt werden? Primär geht es dabei um das Risiko einer Krebserkrankung. Und damit wird auch schon offenbar, dass jene, die diese Grenzwerte zu verantworten haben, sich diese aus den Fingern gesogen haben dürften, zumal es keine seriösen wissenschaftlich erhärteten Studien gibt, die das Krebsrisiko in Relation zur Lebensstrahlenbelastung definieren.

Und selbst wenn sich bei einem Kernkraftwerk aufgrund eines unkalkulierbaren Ereignisses ein GAU ereignen sollte, so ist man heute einem entsprechenden Ereignis nicht mehr schutzlos ausgeliefert. Denn Schwingungen lassen sich in der Regel mittels einer um eine halbe Amplitude versetzte Gegenschwingung neutralisieren. Ein Sachverhalt, der von einem deutschen Physiker anlässlich der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl mittels Einsatz eines demineralisierten und mit einem entsprechenden Schwingungsmuster geladenen Wassers in Ansätzen nachgewiesen werden konnte. Leider sind jedoch die Resultate damals der sowjetischen Geheimhaltungspolitik zum Opfer gefallen. Wohl möglich, dass eines Tages die Quantenphysik – deren Entfaltung gegenwärtig durch die jüngste Abschottungspolitik der EU behindert wird – hier zu praktikablen Lösungen vorstösst.

Wenn aber hier schon von einer erhöhten Krebs-Gefahr die Rede ist, so sei in diesem Zusammenhang noch auf ein ganz anderes Strahlenrisiko hingewiesen, welches die Gesundheit der Bevölkerung noch in ganz anderen Dimensionen und auf absolut ernsthafte Art bedroht, die aber von den Gesundheitsbehörden beharrlich ignoriert und in einem Teilbereich lediglich marginal wahrgenommen wird. Die Rede ist von den verschiedenen geopathischen Strahlungen, die bei längerer Einwirkungszeit Krebs und andere ernsthafte gesundheitliche Schäden hervorrufen können. Die entsprechenden Schadensbilder sind seit 1928 in den Details ihres Zusammenwirkens bekannt, doch machte bislang auf behördlicher Seite niemand einen Finger krumm, um dem Problem auch beizukommen. Die Fakten:

1928 führte der anerkannte deutsche Radiästhet Gunter Freiherr von Pohl in Vilsbiburg – einem Städtchen im niederbayrischen Landkreis Landshut – ein für die damalige Zeit einzigartiges Experiment durch: Er wollte herausfinden, ob zwischen Wasseradern und Krebsmortalität – die schon zu jener Zeit häufig diskutiert wurde – ein Zusammenhang besteht. Zwischen dem 13. Und dem 19. Januar 1928 ging er in Begleitung mehrerer amtlicher Zeugen durch das Gemeindegebiet und ermittelte zusammen mit einem weiteren Rutengänger die wichtigsten Wasseradern, welche er in einem Ortsplan eintrug. Parallel dazu und unabhängig davon ermittelte der Vilsbiburger Bezirksarzt Dr. Bernhuber die auf Krebserkrankungen zurückzuführenden Todesfälle zwischen 1918 und 1928. Resultat: Die Wohnhäuser aller 54 Krebstoten aus jener Zeitspanne lagen auf den von Freiherr von Pohl gefundenen und eingetragenen Wasseradern.

Ungeachtet dieser unwiderlegbaren Resultate wurde von den Gesundheitsbehörden nichts unternommen, was zu einer Lösung des offengelegten Problems hätte beitragen können. Auch von politischer Seite wurden kaum Forderungen nach einem entsprechenden Engagement der zuständigen Instanzen erhoben. So überliess man das Feld einem Heer von Radiästheten, die die entsprechenden Problemzonen auspendeln und ihre Empfehlungen abgeben – darunter auch vielen Scharlatanen, die für entsprechende „Entstörungs-Leistungen“ ihre Dienste anbieten, ohne über die dafür erforderlichen Qualifikationen zu verfügen.

Noch weitaus wichtiger erscheint indessen ein weiteres Strahlungs-Problem, welches seitens der zuständigen Gesundheitsbehörden genauso ignoriert wird: Die elektromagnetischen Felder, welche die Hauptursache für die allgemein stark zunehmende Stressbelastung darstellen dürften. Der konkrete Sachverhalt:

Als Folge der „Über-Elektrifizierung“ aller Lebensbereiche sind heute auch nahezu alle Schlafräume mit elektromagnetischer Strahlung belastet. Diese bewirkt, dass der für die aktiven Prozesse zuständige Sympathikus des vegetativen Nervensystems auch in den der Regeneration dienenden Nachtstunden aktiviert bleibt und dass umgekehrt der Parasympathikus – der für die regenerative Prozesse zuständige „Gegenspieler“ im Vegetativum – seine Funktionen nicht oder nicht ausreichend wahrnehmen kann.

Das Problem der zunehmenden allgemeinen Stress-Symptomatik ist somit weniger eine Folge der sich häufenden Stressbelastungen im beruflichen und privaten Umfeld als vielmehr darauf zurückzuführen, dass der sich tagsüber aufbauende Stress in der Nacht nicht abgebaut werden kann. Dies gilt nicht zuletzt auch für die extremen Stressbelastungen, welchen sich heute viele Menschen als Folge der Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit und ihrer sozialen Kontakte im Rahmen der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus ausgesetzt sehen.

Oder anders ausgedrückt: Das Problem der zunehmenden Stress-Inzidenz besteht primär darin, dass das effiziente körpereigene Stressabbau-System, über das jeder Mensch verfügt, bei einer Belastung des Umfelds mit elektromagnetischen Strahlungen – dem sogenannten Elektrosmog – seine Aufgabe nicht mehr oder nur noch in stark reduziertem Umfang erfüllen kann. Was letztlich bedeutet, dass all die guten oder gut gemeinten Therapie-Programme, aus welchen sich eine munter wachsende Antistress-Industrie alimentiert, weitgehend erfolglos bleiben, solange das Hauptproblem ungelöst bleibt.

Denn wo immer Strom fliesst, entsteht auch in einem grösseren oder geringeren Umfang Elektrosmog. Deshalb sind heute nicht nur nahezu alle Arbeits- und Wohnräume damit belastet, sondern auch die Schlafstätten. Die Folgen permanent fortgesetzter Stressbelastung, die sich zufolge der Einwirkung von Elektrosmog nicht abbauen kann, sind verheerend: Denn wenn der Parasymapthicus sein Werk nicht mehr verrichten kann, schwächeln die regenerativen Kräfte. Schwächeln die regenerativen Kräfte, so verlieren die Organe und deren Zellen nach und nach ihre Widerstandskraft. Und verlieren die Zellen ihre Widerstandskraft, erhalten Krankheitserreger leichtes Spiel. Seriösen Schätzungen zufolge stehen nicht weniger als 80 % aller gesundheitlichen Störungen und über 95 % aller chronischen Leiden direkt oder indirekt mit Stress in Zusammenhang.

Für die Volksgesundheit und die Gesundheitskosten bedeutet dies: Wer ernsthaft etwas zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands, für die Verringerung der Gesundheitskosten und für die Senkung der Krankenkassen-Prämien unternehmen will, muss nicht primär an den Medikamentenpreisen und den Arzthonoraren herummäkeln und den Leistungserbringern noch mehr unproduktive Kontroll- und Administrationsaufgaben aufs Auge drücken, sondern Massnahmen ergreifen, mit welchen sich der überhand nehmende Elektrosmog abbauen oder eliminieren lässt.

Der guten Ordnung halber sei hier darauf hingewiesen, dass es heute durchaus Möglichkeiten gibt, Schlafstätten und Schlafräume gegen Elektrosmog abzuschirmen und so Stressgeplagten auch in belasteter Umgebung einen regenerativen Schlummer zu ermöglichen. Noch besser ist es allerdings, wenn gleich der Stromfluss in den Leitungen und Wicklungen optimiert wird. Dies ist durch eine neu entwickelte Schwingungstechnik möglich, welche bewirkt, dass die normalen Kupferleitungen die strombildenden Elektronen bei Normaltemperatur wie in einem auf minus 274°C heruntergekühlten Supraleiter durchfliessen lassen und dadurch die Entstehung von Elektrosmog durch die üblichen Stromverluste vermeiden.

Für die Bewertung der Kernenergie-Risiken bedeutet dies alles: Es macht absolut keinen Sinn, gegen die virtuellen gesundheitlichen Gefahren der Kernenergie – die heute, insbesondere bei Anlagen der jüngsten, inhärent sicheren Technologie, gut in den Griff zu bekommen sind – Sturm zu laufen, wenn umgekehrt die hier dargelegten, real existierenden und mit grossen Schädigungspotenzialen verbundenen Strahlungs-Einwirkungen vorsätzlich ignoriert werden.

Somit ist und bleibt es auch widersinnig, der Kernenergie aus diesen diffusen Sicherheits-Erwägungen heraus hastig und überstürzt den Schalter zu drehen, statt sie als Option in die zu planende Energieversorgung der Zukunft mit einzubeziehen. Sollte sie sich – unter der Voraussetzung des gebotenen Sicherheitsstandards und der Lösbarkeit der Abfallproblematik – als wirtschaftlich konkurrenzfähig erweisen, so gibt es keinen Grund, sie aus dem Energiemix auszuschliessen.