Biokohle löst sowohl das Klima- wie auch das Ernährungsproblem!

Während der von den selbsternannten Klimaschützern geforderte Totalverzicht auf die Nutzung fossiler Energieträger der Welt statt einer Lösung der Klimafrage eine Unmenge, ja möglicherweise gar ein Mehrfaches an neuen Problemen bescheren kann, verspricht die forcierte Produktion von Biokohle nach neuestem technischem Standard nicht nur das Klima- und das Ernährungsproblem zu lösen, sondern im gleichen „Aufwisch“ noch einen grossen Sekundärnutzen in den Bereichen der Umwelttechnik, der Hygiene, der Volksgesundheit, der Beschäftigung und des Sozialwesens zu generieren. Unglaublich, dass eine auf Eigennutz und Selbstzweck fokussierte Politik diese einmalige Chance bislang sträflich ignoriert.

Biopyrolyse – ein gutes Geschäft mit klimarelevantem Nutzen

Im Gegensatz zur CO2-Abtrennungsanlagen, die lediglich der Elimination von Kohlenstoffdioxid aus der Abluft von Verbrennungsprozessen oder der Umgebungsluft dienen, weisen Biopyrolyse-Anlagen einen hohen Eigenwirtschaftlichkeitsgrad auf, der durch die Produktion von Prozesswärme und die Herstellung von Biokohle geprägt wird, während das damit einhergehende CO2-Recycling und die Schaffung von CO2-Realzertifikaten lediglich der Erhöhung der Profitabilität und der Proliferation der Technologie dienen. Von besonderem Interesse ist dabei die Biokohle, die als äusserst wertvolles biologisches Material ein extrem breites Applikationsspektrum aufweist, welches vom Bodenverbesserungs- und Düngemittel in der Landwirtschaft über verschiedenste umwelttechnische und baubiologische Anwendungen sowie über vielfältige Anwendungsoptionen in der Hygiene (darunter insbesondere der Luftreinigung, der Gewäasswer-Dekontamination und der Trinkwasser-Aufbereitung) bis hin zu ernährungsphysiologischen und medizinischen Einsatzgebieten reicht. Mehr dazu im folgenden Abschnitt.

Biokohle – ein Schlüsselprodukt im Dienste der Umwelt, des Klimas, der Beschäftigung und der Ernährung…

Tatsächlich ist Biokohle ein faszinierender, biologisch unbedenklicher und vielseitig verwendbarer Rohstoff. Ihre wichtigste geostrategische Rolle jedoch erfüllt die Biokohle zweifellos in der Landwirtschaft, wo sie sich als universeller Bodenverbesserer und Mineralstoffdünger einsetzen lässt: Sie lockert zu dichte Böden und sorgt in zu nassen und zu trockenen Arealen für den nötigen Feuchtigkeitsausgleich. Ausserdem sorgt sie mit ihrer Schaumstoff-artigen Struktur und ihrer extrem grossen Oberfläche – 4 Gramm des Materials verfügen in etwa über die Fläche eines Fussballfelds – für die Bindung von Schadstoffen aller Art; so unter anderem solche von überdüngten Böden und weitere, die auf eine zu unbekümmerte oder fehlerhafte Dosierung von Pestiziden zurückgehen und das Grundwasser verunreinigen. Vor allem aber erhalten die Böden durch das Ausbringen von Biokohle jenen Kohlenstoff zurück, der durch intensiven Ackerbau laufend in die Atmosphäre gelangt. Zugleich regeneriert das Material ausgelaugte Böden und sorgt so für die Erhaltung der Ernährungsgrundlagen auf Generationen hinaus.

… mit einem immensen Spektrum weiterer umweltneutraler Applikationen …

Der Pflanzenkohle eröffnen sich nebst dem erwähnten Einsatz in der Agrarwirtschaft weitere hochinteressante Anwendungen in verschiedensten Branchen und auf zahlreichen Fachgebieten, die sie in jeder Beziehung zu einem hochwertigen Produkt auch für die Bereiche der Viehwirtschaft, der Hygiene, der Umwelttechnik, der internistischen Medizin, der Bauwirtschaft, der industriellen Filtration, der Isolationstechnik, des Strahlenschutzes und der Textilwirtschaft machen. Das Potential ist effektiv gewaltig und wartet in einem für Naturprodukte sensibilisierten Markt nur darauf, ausgeschöpft zu werden. Allein im Bauwesen bietet sich ein gewaltiges Absatzvolumen für ein Material mit idealen Eigenschaften als Dämmstoff und als Mittel für die Luftfeuchtigkeits-Regulation: Biokohle verfügt über eine extrem niedrige Wärmeleitfähigkeit und kann bis zum Sechsfachen ihres Eigengewichts Wasser aufnehmen. Damit können unter anderem atmungsaktive Dämmplatten und Leichtbaustoffe hergestellt werden.

… und einer faszinierenden Wirkung im Dienste der Tiergesundheit.

Der hohe Gebrauchswert der Biokohle lässt sich auch im Bereich der Viehwirtschaft und der Tiergesundheit dokumentieren, wo das Material als Silagehilfsmittel, Futterzusatz, Einstreu sowie zur Güllebehandlung und Mistkompostierung genutzt werden kann. Durch die systematische und kontinuierliche Anwendung als Futterergänzungsmittel wird die Qualität der Verdauung gefördert; Durchfallerkrankungen wie auch eine überschüssige Methanproduktion nehmen rasch ab, ebenso Allergien, und die Futteraufnahme verbessert sich. Biokohle sorgt für eine gesunde Mikroflora des Darmtrakts sowohl bei jungen wie auch bei älteren Tieren, verhindert Entzündungen im Magen-Darm-Trakt, fördert die Qualität der Ausscheidungen, verringert die Geruchsbelastungen, erzeugt einen positiven Effekt auf das Wachstum der Tiere und verringert die Sterberate bei Jungtieren.

Biokohle ist auch ein potenter Geruchskiller!

Biokohle leistet auch hervorragende Dienste in der Luftfilterung: Durch die Ausrüstug von Lüftungssystemen mit Biokohlefiltern lassen sich nicht nur schlechte Düfte, sondern auch Keime aller Art eliminieren. In jüngster Zeit haben findige Geschäftsleute entdeckt, dass sich Biokohle als Geruchsreiniger in WC, Bad und Küche wie auch in Kühlschränken nutzen lässt, wenn das Material in luftdurchlässige Stoffsäckchen abgefüllt wird. Diese Säckchen werden mittlerweile zu geradezu astronomischen Preisen und zu traumhaften Margen für die Vertreiber angeboten. Ein Beweis mehr für die geradezu unglaubliche Applikationsvielfalt dieses Naturprodukts, welches uns zugleich hilft, das CO2-Problem auf verhältnismässig einfache und kostengünstige Art zu lösen.

Die Ökonomie des Kohlenstoffs…

Namhafte Ökonomen – so unter anderem die emeritierten Professoren Silvio Borner und Bernd Schips wie auch der Freiburger Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger – fordern von der CO2-Politik eine Respektierung des Prinzips der Kostenwahrheit, d.h. einen Verzicht auf versteckte, den Markt verfälschende Begünstigungen und Subventionen. Oder wie der international bekannte deutsche Ökonom Prof. Hans-Werner Sinn es ausdrückt: „Wir brauchen nicht Windflügel als Sakralbauten zur Huldigung der Naturgottheiten, sondern eine bezahlbare und sichere Energie, die im Einklang mit dem Ziel der Verlangsamung des Klimawandels bereitgestellt werden kann.“ Das führt zwingend zur Frage: Welches ist der (Negativ-)Preis des Kohlenstoff-Überschusses in der Atmosphäre? Über dieser Frage haben sich schon etliche renommierte Ökonomen den Kopf zerbrochen – allen voran William D. Nordhaus von der Yale-Universität, der 2018 den Nobelpreis für seine Bemühungen erhielt, den „richtigen“ Preis für Kohlenstoff zu berechnen. In seinem Modell verglich er die durch den Klimawandel zu erwartenden Schäden mit den aus der Senkung der CO2-Emissionen zu erwartenden Kosten. Und gelangte dabei zum Schluss, dass jede Tonne Kohlenstoffdioxid, die durch die Verbrennung fossiler Energieträger in die Atmosphäre gelangt, mit rund 40 Dollar zu bewerten sei. Andere Ökonomen kamen später zum Schluss, dass dieser Wert beträchtlich höher anzusetzen sei.

… erfüllt die Forderung nach Kostenwahrheit.

Dank der Entwicklung moderner Biopyrolyse-Systeme zur Kohlenstoff-Rückgewinnung und dank des Umstands, dass diese Verfahren über einen hohen Eigenwirtschaftlichkeitsgrad verfügen, lassen sich heute die Kosten der CO2-Mehrbelastung zuverlässig berechnen. Da es sich um ein Recycling handelt, entfällt umgekehrt die Berechnung der CO2-bedingten Schäden. Wenn man nun von einem Kostenniveau von ca. 15 Cent für das Rezyklieren des in einem Liter Heiz- oder Dieselöl enthaltenen Kohlenstoffs ausgeht, so gelangt man zu einem Kostenniveau von ca. 50 Dollar pro Tonne CO2, wodurch sich Nordhaus´ Kostenberechnung weitgehend bestätigt. Die Berechenbarkeit dieser Kosten wiederum bietet die Voraussetzung für eine seriöse Vollkostenrechnung und eine Herbeiführung der Kostenwahrheit im Kohlenstoffdioxid-Bereich – und damit zugleich die Basis für eine realitätsbezogene CO2-Politik

Neuartige CO2-Realzertifikate zur klimagerechten Bewirtschaftung des Kohlenstoffs

Auf der Basis der oben erwähnten Berechnung der CO2-Recycling-Gebühr – rund 50 CHF für die Tonne CO2 bzw. von und 15 Rappen pro Liter Heizöl oder Diesel – lässt sich nach marktwirtschaftlichen Kriterien ein sich selbst regulierendes Zertifikate-System aufbauen, mit welchem sich die fossilen Kohlenstoffe umwelt- und klimaneutral bewirtschaften lassen. Dies bedingt allerdings eine Umkehr des heute in Europa geltenden simili-philosophischen Mainstreams, der CO2 zum lebensbedrohenden Moloch erklärt, statt den Stoff als potentiellen Wirtschaftsfaktor zu betrachten und zu behandeln. Geht man nämlich dazu über, fossilen Kohlenstoff nach den hier skizzierten Modalitäten zu bewirtschaften statt zu verteufeln, so wird CO2 zur vielversprechenden Produktivkraft, mit welcher die Wirtschaft zu neuen konjunkturellen Impulsen verholfen werden kann, statt das man diese auf dem Gebiet der Energie wie auch des Umwelt- und Klimaschutzes in einer Flut ineffizienter bis kontraproduktiver Reglementierungen ertränkt. Tatsächlich kann auf der Basis einer umfassenden Biomasse-Nutzung mittels moderner Biopyrolyse-Systeme ein grosses neues Wirtschaftspotenzial aufgebaut werden, mit welchem neue und kräftige Impulse nicht nur für die Basisversorgung und Beschäftigung, sondern auch für die Korrektur einer bedeutenden Zahl umwelttechnisch, sozial und ökonomisch problematischer Entwicklungen vermittelt werden können.

Warum muss die Forstwirtschaft darben, wenn sie wertvolle Arbeit für die CO2-Kompensation leisten kann?

Wenn ein Kilo Holz konserviert (d.h. für den Bau von Häusern, von Möbeln und anderen dauerhaften Gegenständen verarbeitet) oder zu Biokohle umgewandelt wird, statt dass man es zu Heizzwecken verbrennt oder es verrotten lässt, so werden damit 1,8 kg CO2 kompensiert. Wenn nun die entsprechende Kompensationsleistung mit 50 CHF pro Tonne CO2 eingesetzt wird – analog zu einer vorgezogenen Recycling-Gebühr von 15 Rappen pro Liter Heizöl oder Diesel –, so entspricht dies einem Kompensationswert von 9 Rappen pro Kilo Holz eines mittleren bis niedrigen Feuchtegrads, und zwar ungeachtet seiner weiteren Qualitäten. Dies gerechnet auf einen durchschnittlichen Kohlenstoff-Anteil von ca. 50 Prozent. Dieser Recycling-Wert könnte über CO2-Realzertifikate abgegolten werden. Das ist zwar nicht überaus viel, aber es kann – bei einem aktuellen Durchschnitts-Kilopreis von 40 Rappen für Stückholz und Pellets – darüber entscheiden, ob eine Forstwirtschaft auch in schwierigen Zeiten wie beispielsweise nach schweren Sturmschäden rentabel betrieben werden kann. Dies und das Absatzpotential von Biokohle könnten zu einer völlig neuen Einschätzung der forstwirtschaftlichen Ertragskraft führen.  

Warum die Landwirtschaft weiter zum Sündenbock stempeln, statt sie für einen effizienten Klimaschutz ins Boot zu holen?

Die Zielkonflikte zwischen den Ansprüchen auf eine möglichst unberührte Natur auf der einen und einer kostengünstigen Produktion von Nahrungsmitteln auf der anderen Seite haben zu einer oftmals von Gehässigkeiten geprägten Atmosphäre zwischen Natur- und Klimaschützern und der Bauernsame geführt. Was umso widersinniger ist, als gerade die Agrarwirtschaft eine unschätzbar wichtige Rolle zugunsten des Klimaschutzes leisten könnte und alle Ursache besteht, hier zu einem konstruktiven Konsens zu gelangen. Entsprechende Chancen bieten sich bei der Herstellung von Biokohle, der Hygienisierung von Gülle, der Heizung von Wohn- und Ökonomiegebäuden, der Verringerung der Entstehung und Freisetzung von Methan und Lachgas und vor allem auch bei der Regeneration der Äcker durch das Ausbringen von Biokohle. Ein umfassendes Engagement also, welches im Dienste der Allgemeinheit und des Klimaschutzes steht und dessen messbare Leistungen für die CO2-Kompensation angemessen honoriert werden müssten – gestützt von einem Gesetz, welches die pragmatische Bewirtschaftung von Kohlenstoff und nicht dessen undifferenzierte Verteufelung und Elimination zum Gegenstand und Ziel hat. Dies nicht zuletzt auch mit Blick auf die wachsenden Probleme mit dem Trinkwasser – einem lebenswichtigen Versorgungsbereich, in welchem man den Schwarzen Peter einmal mehr der Agrarwirtschaft anhängt statt mit dieser nach zielführenden und praktikablen Lösungen zu suchen.