Vorsicht Falle: Das neue CO2-Gesetz schafft die Probleme, für deren Lösung es gepriesen wird

Manche Probleme werden dadurch unlösbar, dass sich die Politik ihrer bemächtigt – so beispielsweise das CO2-Problem, welches politisch zerredet und mit Scheinlösungen bedacht wird, während umgekehrt pragmatische und praktikable Lösungsansätze beharrlich ignoriert werden. Tatsächlich kann die Schweiz die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens bis zum Jahre 2050 durchaus erfüllen, wenn die Politik damit aufhört, sich ihren eigenen Zielsetzungen in den Weg zu stellen – mit nicht zielführenden Regulierungen und einem neuen CO2-Gesetz, welches eine wirtschaftlich und sozial verträgliche Lösung behindert statt sie zu fördern.

Die fossilen Energieträger sind nur ein Teil des CO2-Problems!

Das Problem der CO2-Ansammlung in der Atmosphäre ist weitaus komplexer, als es von der Politik und den Medien dargestellt wird: 30 bis 40% des überschüssigen Kohlenstoffdioxids haben ihren Ursprung nicht in der Verbrennung fossiler Brenn- und Treibstoffe, sondern vielmehr in der intensiven Bewirtschaftung der Böden. Dadurch gelangen gewaltige Mengen an Kohlenstoff in der Form von CO2 in die Atmosphäre, was umgekehrt zu einer Auslaugung der landwirtschaftlich genutzten Areale führt. Diese wiederum muss mit grossen Mengen an Düngemitteln ausgeglichen werden, deren Verfügbarkeit beschränkt ist. Was konkret bedeutet, dass das Problem selbst mit einem Totalverzicht auf die Verwendung fossiler Energieträger nur zum Teil gelöst werden kann.

Geophysikalische Probleme bedürfen geophysikalischer und nicht politischer Lösungen!

Bei der Erderwärmung handelt es sich um ein geophysikalisches Problem, dessen Entstehung nach Meinung führender Wissenschaftler zu einem massgeblichen Teil auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist. Ihre These stützen sie vor allem auf die Beobachtung, dass Sonnenstrahlen umso besser absorbiert werden, je höher der CO2-Anteil der Luft ist. Geophysikalisch betrachtet besteht das Problem darin, dass durch den forcierten Einsatz fossiler Energieträger und die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Böden der natürliche Kohlenstoff-Kreislauf aus dem Lot gebracht wird. Die Aufgabe besteht somit darin, diesen Kohlenstoff-Kreislauf wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dies kann in Anbetracht der Komplexität des Problems kurzfristig – d.h. innerhalb von drei Jahrzehnten – nicht durch einen Verzicht auf die Nutzung von fossilen Kohlenstoffen, auf die sich bekanntlich die gesamte moderne Zivilisation stützt, sondern nur durch ein Kohlenstoff-Recycling gelöst werden. Diese Option besteht – und sie ist nicht nur praktisch umsetzbar, sondern auch wirtschaftlich.

Ist Kohlenstoffdioxid ein Schadstoff?

Häufig wird CO2 als Klima-Schadstoff bezeichnet. Diese Bezeichnung grenzt an Schwachsinn und zeugt von einem totalen Unverständnis gegenüber der Natur. Effektiv bildet CO2 Teil des natürlichen Kohlenstoff-Kreislaufs, ohne den ein Leben auf unserem Planeten undenkbar ist. Wenn der Kohlenstoff von Biomasse verrottet, verbrannt oder verzehrt wird, so bildet sich Kohlenstoffdioxid, welches in die Atmosphäre diffundiert und von dort wiederum von der Vegetation genutzt wird, um neue Biomasse zu bilden – in der Form von Pflanzen, von welchen ein Teil von Mensch und Tier als Futter genutzt wird. Auch der sich ernährende Mensch setzt einen Teil des aufgenommenen Kohlenstoffs in CO2 um, welches über seine Atemwege wiederum in die Atmosphäre gelangt. CO2 ist somit kein Problemstoff, sondern eine lebenswichtige Substanz. Das Problem ergibt sich lediglich aus dem Ungleichgewicht. Und wer es lösen will, muss sich zum Ziel setzen, Kohlenstoff vernünftig zu bewirtschaften statt Kohlenstoffdioxid undifferenziert und inadäquat als Schadstoff zu betrachten.

Das CO2-Problem ist technisch lösbar, und dies erst noch wirtschafts- und sozialverträglich.

Seit rund 10 Jahren liegt beim UVEK (dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) eine Studie der Universitäten Newcastle und Edinburgh unter dem Titel „Biochar, reducing and removing CO2 while improving soils: A significant and sustainable response to climate change“ herum. Diese Studie zeigt den Weg auf, wie sich das CO2-Problem auf wirtschaftliche und sozialverträgliche Art und Weise lösen lässt. Nämlich mit der Technologie der Biopyrolyse, mit deren Hilfe sich Biomasse in Prozesswärme und Biokohle umwandeln lässt. Biokohle wiederum ist ein natürliches und vielseitig nutzbares Material, dessen wohl wertvollste Anwendung in der Regeneration landwirtschaftlich genutzter Böden besteht. Ausserdem wird mit dem Verfahren CO2 aus der Atmosphäre zurückgewonnen und inertisiert; der aus dem Lot geratene natürliche Kohlenstoff-Kreislauf wird dadurch wieder geschlossen.

Warum verhindern Klima-Aktivisten, Parlament und Regierung die Lösung des CO2-Problems?

Das konsequente Ignorieren der oben genannten Studie über die Lösung des CO2-Problems durch jene, die am lautesten nach einer solchen Lösung verlangen, ist zwar ein eklatanter Widerspruch, gehorcht aber politischer Logik: Politik lebt von den Problemen, nicht von deren Lösung. Konkret: Wenn das CO2-Problem mit der geophysikalisch wirksamen Technologie der Biopyrolyse gelöst werden kann, fehlt den Klima-Aktivisten der Treibstoff, mit welchem sie ihre Forderungen zulasten der Konsumenten, Bürger und Steuerzahler immer höher schrauben können. Und den Behörden fehlen die Anreize und Ressourcen für die Aufblähung ihres Verwaltungsapparats zur Durchsetzung eines immer engeren Geflechts von Regulierungen. Und den Polit-Strategen verschiedenster Couleur schliesslich fehlt der Impetus, um unter dem Vorwand des Klimaschutzes ihre Forderungen nach Systemwechsel und gelenkter Plan- statt Marktwirtschaft vortragen zu können. So bildet sich eine unheilige Allianz von Lösungs-Leugnern welchen es um die Bewirtschaftung des Problems geht und nicht um dessen Lösung.

Das alte Köhler-Handwerk weist den Weg aus der Klimafalle!

Was die Lösungs-Leugner mit ihrem Verwirrspiel unter dem Deckel halten wollen, sind Informationen über eine Technologie, deren Ursprünge ins Mittelalter zurückreichen: Es handelt sich um die Kunst der Köhler, aus Bäumen des Waldes Holzkohle herzustellen. Holzkohle aber ist nichts anderes als zurückgewonnener reiner Kohlenstoff aus einer Vegetation, die sich mit Hilfe der Photosynthese aus dem in der Atmosphäre gelösten CO2 bildet. Wird das Holz nicht verbrannt, sondern unter Luftabschluss pyrolysiert, so entsteht daraus nicht nur Prozesswärme, sondern auch Biokohle, die bis auf ein paar Mineralstoff-Prozente aus reinem Kohlenstoff besteht. Mit diesem Kohlenstoff wird auf indirektem Wege CO2 aus der Atmosphäre zurückgewonnen. Der natürliche, durch die massenhafte Nutzung fossiler Energieträger leicht aus dem Lot geratene Kohlenstoff-Kreislauf kann dadurch geschlossen werden.

Neue Pyrolyse-Systeme lösen das CO2-Problem durch Recycling

Die mit den zum Teil heute noch anzutreffenden Holzkohlenmeilern praktizierte Ur-Pyrolyse dient zwar der Herstellung von Biokohle, doch ist das Verfahren mit einer erheblichen Belastung der Umwelt verbunden. In den letzten Jahren wurde die Biopyrolyse jedoch von findigen Ingenieuren und Physikern perfektioniert: Neueste Systeme sind umwelttechnisch unbedenklich und liefern eine qualitativ hochwertige Biokohle; zugleich geben die meisten dieser Systeme nutzbare Prozesswärme ab, die zu Heiz- und Trocknungszwecken, bei grösseren Anlagen auch zur Herstellung elektrischer Energie genutzt werden kann. Ausserdem helfen die Systeme mit, der Atmosphäre CO2 zu entziehen und in nahezu reinen Kohlenstoff zurück zu verwandeln. Dabei entspricht der in 1 kg Biokohle gebundene Kohlenstoff ca. dem in einem kg Heizöl oder Diesel enthaltenen Kohlenstoff, der durch deren Verbrennung in der Form von Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird und in die Atmosphäre gelangt.

Während unwirtschaftliche und irreale CO2-Rückgewinnungsverfahren von der Politik favorisiert werden…

Parallel zu den modernen Biopyrolyse-Verfahren wurden in den letzten Jahren auch verschiedene andere Systeme und Methoden entwickelt, die darauf abzielen, CO2 aus der Atmosphäre oder den Abgasen zurückzugewinnen. So gibt es beispielsweise Verfahren, die CO2 am Ort der Entstehung aus den Abgasen abscheiden und in früheren Kohlen- und Erdöl-Lagerstätten verpressen. Was schon allein deshalb unsinnig ist, als damit mehr Sauerstoff als Kohlenstoff eingelagert wird und ausserdem keine Gewähr dafür besteht, dass das Gas dauerhaft im Boden verbleibt. Ein anderes Verfahren ist darauf ausgerichtet, CO2 mit Basalt reagieren zu lassen und so zu neutralisieren– ein extrem langer und aufwändiger Prozess, welcher die zu kompensierenden fossilen Energieträger um ein Vielfaches verteuern würde. Favorisiert wird aber auch ein schweizerisches CO2-Reyclingverfahren, welches Kohlenstoffdioxid aus der Luft abscheidet und einen extrem hohen Energieaufwand erfordert, was letztendlich zu disproportional hohen Kosten bei geringem Rendement führt. Bezeichnenderweise wurde gerade diese Entwicklung, welche letztlich nur in bescheidenstem Masse zur Lösung des CO2-Problems beizutragen verrmag, mittlerweile mit über 120 Millionen CHF Risikokapital bedacht. Und zu erwähnen wäre schliesslich noch die irrwitzige Idee, grosse Baumplantagen anzulegen, deren Holz zu verbrennen und das CO2 in alten Lagerstätten zu verpressen. Diese Idee findet sich ausgerechnet in einem Paper des UVEK dargestellt. Kommentar überflüssig.

…erweisen sich moderne Biopyrolyse-Systeme als effizient und wirtschaftlich.

Bei den jüngsten, sehr effizient und wirtschaftlich arbeitenden Biopyrolyse-Systemen dagegen ist das Kohlenstoffdioxid-Recycling gleichsam ein Nebenprodukt, wenn auch ein wichtiger Kostenträger und allenfalls auch ein Treibriemen für eine rasche Proliferation der Technologie. Wirtschaftlich stehen diese Systeme denn auch auf drei Ertragsbeinen: Der Prozesswärme, der Biokohle und dem CO2-Recycling. Die Prozesswärme kann zum Beheizen von Gebäuden und Gewächshäusern, zur Förderung wärmebedürftiger technischer Prozesse wie auch zur Erzeugung von Kälte, zu Trocknungszwecken und zur Produktion elektrischer Energie verwendet werden. Die Biokohle ist ein vielseitig verwendbares Naturprodukt, dessen Wert und Applikationsvielfalt in den folgenden Abschnitten beschrieben wird. Und das CO2-Recycling schliesslich dient der Kohlenstoff-Kompensation von Brenn- und Treibstoffen, die dadurch den Status der Klimaneutralität erreichen. Die Bewirtschaftung dieser Produktionskomponente wird mit CO2-Realzertifikaten sichergestellt. Dies ist ein Absatz. Klicken Sie hier, um Ihren eigenen Text einzugeben. Erzählen Sie hier Ihre Geschichte und verraten Sie Ihren Besuchern etwas mehr über sich.